Kai Whittaker | Angepackt: Besuch bei der Rastatter Tafel
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Angepackt: Besuch bei der Rastatter Tafel

Seit 25 Jahren gibt es in Deutschland Tafeln. Deutschlandweit werden an mehr als 2.000 Ausgabestellen überflüssige Lebensmittel vergünstigt an etwa 1,5 Millionen Bedürftige verteilt, vor allem an Alleinerziehende, Ältere und Migranten. Der Verkaufspreis liegt bei circa 10-20% der normalen Preise.

Die Rastatter Tafel wurde vor 15 Jahren gegründet. Heute arbeiten dort circa 10 Angestellte und 80 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Als sogenannte Logistiktafel beliefert Rastatt auch 35 Tafeln in einem Einzugsgebiet von Mannheim bis Lörrach und hat deshalb auch große Lagerhallen und gigantische Tiefkühlschränke. Dabei werden im Jahr ungefähr 3.500 Tonnen an Lebensmitteln umgesetzt, erklärten mir Hans-Jochen Volmer, 1. Vorsitzende der Rastatter Tafel e.V. und Geschäftsführer Torsten Weber.

Die Rastatter Tafel wurde vor 15 Jahren gegründet. Heute arbeiten dort circa 10 Angestellte und 80 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Als sogenannte Logistiktafel beliefert Rastatt auch 35 Tafeln in einem Einzugsgebiet von Mannheim bis Lörrach und hat deshalb auch große Lagerhallen und gigantische Tiefkühlschränke. Dabei werden im Jahr ungefähr 3.500 Tonnen an Lebensmitteln umgesetzt, erklärten mir Hans-Jochen Volmer, 1. Vorsitzende der Rastatter Tafel e.V. und Geschäftsführer Torsten Weber.

Bezugsberechtigt sind Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Grundsicherung und Personen mit besonders geringem Einkommen. Nach einer Prüfung bekommen Kunden einen Einkaufsausweis und können damit je nach Familiengröße 1-3 Mal pro Woche einkaufen gehen.

In meinem Wahlkreis gibt es vier Tafeln: in Bühl, Rastatt (mit Außenstelle in Durmersheim), Gaggenau, und Baden-Baden. Mir war es ein Anliegen, mich bei meinem Besuch in Rastatt mit Vertretern aller vier Tafeln auszutauschen, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Vertreterinnen der CDU-Gemeinderatsfraktionen aus Rastatt, Bühl und Gaggenau unterstützten mich, um kommunale Anliegen aufzunehmen.

Mich hat es gefreut, zu hören, dass die Integration von geflüchteten Bedürftigen gut geklappt hat. Die Tafeln hätten sogar die Kapazität, noch mehr Bedürftigen zu helfen. Viele Menschen würden sich aber schämen oder entschieden sich bewusst dagegen, in einer Tafel einzukaufen. Ich denke, da können wir gesellschaftlich durch mehr Toleranz noch mehr daran arbeiten, diese Hemmschwelle abzubauen.

Mich hat es gefreut, zu hören, dass die Integration von geflüchteten Bedürftigen gut geklappt hat. Die Tafeln hätten sogar die Kapazität, noch mehr Bedürftigen zu helfen. Viele Menschen würden sich aber schämen oder entschieden sich bewusst dagegen, in einer Tafel einzukaufen. Ich denke, da können wir gesellschaftlich durch mehr Toleranz noch mehr daran arbeiten, diese Hemmschwelle abzubauen.

Das ehrenamtliche Engagement der vielen hundert Freiwilligen, die sich im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden für die Tafeln engagieren, ist enorm. In der Politik müssen wir trotzdem alles tun, um Armut und Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Während in der freien Wirtschaft um jeden Kunden gekämpft wird, freuen sich die Tafeln nämlich über jeden Kunden, der nicht mehr zur Tafel kommen muss.



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