Kai Whittaker MdB | Besuch bei König Metall in Gaggenau
Kai Whittaker (*10.04.1985 in Baden-Baden) ist Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Rastatt. Seit seiner ersten Legislaturperiode ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss Arbeit und Soziales. Die Themen, die den Ausschuss A&S beschäftigen, sind ganz nah am Leben der Menschen: Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit, soziale Sicherungssysteme und Rente, Inklusion und Teilhabe.
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Besuch bei König Metall in Gaggenau

Ich konnte vorletzte Woche die parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Elisabeth Winkelmeier-Becker begrüßen. Sie folgte meiner Einladung, sich einmal die spezifische Struktur der Region anzuschauen, die maßgeblich vom Automobilbau geprägt ist.

Rund 30.000 Arbeitsplätze in der Region hängen von der Automobilindustrie ab. Wir in der Politik müssen den Strukturwandel dieser Branche aktiv begleiten, um Verwerfungen zu verhindern. Da die Automobilindustrie auch ein stark Export-orientierter Wirtschaftszweig ist, merke man hier die globale Corona-Krise stark. Deshalb ist es mir wichtig, dass die betroffenen Regionen Unterstützung beim Strukturwandel über die Corona-Krise hinaus bekommen

„Mir ist wichtig, dass betroffenen Regionen Unterstützung beim Strukturwandel über die Corona-Krise hinaus bekommen.

Beispielhaft für die Unternehmensstruktur der Region haben Elisabeth Winkelmeier-Becker und ich den traditionsreichen, inhabergeführten Mittelständler König Metall in Gaggenau besucht. Hier wird die enge Verzahnung mit den großen Automobilherstellern der Region deutlich.

In einer kurzen Vorstellung des Unternehmens zeichnete die geschäftsführende Gesellschafterin Nina Zwiebelhofer den Weg des 1901 gegründeten Unternehmens vom Bienengerätehersteller zum modernen Automobilzulieferer nach. Den Strukturwandel in der Automobilbranche geht man selbstbewusst an, berichtete mir Nina Zwiebelhofer. Geschäftsführer Hans-Jörg Leuze betonte, dass man mit global steigenden Absatzzahlen in den kommenden Jahren rechnet. Das gilt sowohl für die klassischen Verbrenner als auch für neue Technologien. Hier sieht Nina Zwiebelhofer eine Chance für ihr Unternehmen, dass beispielsweise Komponenten für Abgasanlagen herstellt. Die Komplexität dieser Technologie wird in den kommenden Jahren mit zunehmend strengeren Grenzwerten weiter steigen. So sei hier Knowhow gefragt. Gleichzeitig erschließe man sich mit innovativen Produkten neue Marktsegmente und Kooperationspartner. So kann der Gaggenauer Mittelständler mit einer speziellen thermoregulierenden Isolierung die Reichweite von Batterien in E-Autos, aber auch aber auch die Produktivität im Anlagenbau und die Energieeffizienz im Gebäudemanagement steigern.
Bislang ist man vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen, sagte Zwiebelhofer. Allerdings merke man den Produktionsstopp der Automobilhersteller. Die Politik müsse zielstrebig handeln, damit die Wirtschaft gut aus der Krise komme, darin waren wir uns einig. Bei König Metall sähe man es kritisch, wenn die Regierung sich auf E-Mobilität versteife, auch die bisherigen Technologien würden ihre Daseinsberechtigung behalten.

„Ich selbst sehe für die Zukunft einen Mix aus den verschiedenen Technologien!“

Ich selbst sehe für die Zukunft einen Mix aus den verschiedenen Technologien! Elisabeth Winkelmeier-Becker betonte in diesem Zusammenhang, dass wir in der Regierung zwar Zeit gebraucht haben, uns auf eine Strategie zu einigen, aber den Sektor nun zielstrebig unterstützen. So haben wir mit der Wasserstoffstrategie einen richtungsweisenden Kompass.
Gleichzeitig unterstützen wir die gesamte Automobilbranche im aktuellen Konjunkturpaket in mehreren Punkten. Neben dem Ausbau der Elektromobilität fördern wir gezielt Investitionen in neue umweltfreundliche Technologien.

Wie gut die deutsche Wirtschaft durch Corona kommt ist noch offen. Deshalb haben wir als Regierungspartei zahlreiche Hilfen für die hiesige Wirtschaft mit auf den Weg gebracht. Neben unmittelbaren Hilfen für Unternehmen, gibt es auch einen Sonderfonds, der verhindern soll, dass sich ausländische Firmen unter der Corona-Krise leidende Unternehmen unter den Nagel reißen.
Natürlich ist mir nicht nur die Sicht der Unternehmensleitung wichtig. Gerade bei großen Strukturprozessen, muss man die Belegschaft mitnehmen und fördern. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Peter Schwab erklärte mir, dass man insgesamt zuversichtlich auf die Chancen des Wandels blicke. Geschäftsführer Leuz betonte, dass das Unternehmen wächst, insbesondere in neuen Geschäftsfeldern mit Zukunftstechnologien. Das bietet auch innerhalb des Unternehmens Chancen sich weiterzuentwickeln.
Wir werden Angestellte bei der Weiterbildung unterstützen! Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, arbeiten wir an verschiedenen Maßnahmen. Darunter beispielsweise an einer Online-Weiterbildungs-Plattform, bei der sich jeder Arbeitnehmer zielgerichtet weiterbilden können wird, um seine Fähigkeiten auch in neuen Bereichen anzuwenden.



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