Brückengipfel am Rhein
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Brückengipfel am Rhein

Der ADFC Baden-Baden Rastatt und viele Radfahrer aus meinem Wahlkreis fordern zu Recht: Wir brauchen auch bei uns in der Region einen sicheren Fahrradweg zwischen Deutschland und Frankreich. Die Staustufe Iffezheim ist nämlich auf französischer Seite für Radfahrer gesperrt. Und die Wintersdorfer Brücke, auf Französisch „Pont de Beinheim“ genannt, lässt sich zwar mit dem Rad überqueren – aber zwischen Autoverkehr ist das weder ein Vergnügen noch sehr sicher.

Ob der Radweg bei der Staustufe Iffezheim oder bei der Wintersdorfer Brücke kommt, das ist mir zweitrangig.

Gemeinsam mit Dr. Alexander Becker MdL, meinem Wahlkreiskollegen aus dem Landtag, habe ich deshalb politische Spitzenvertreter aus der Region zu einem „Brückengipfel“ an der Wintersdorfer Brücke eingeladen.

Das Interesse war enorm. Zugesagt haben unter anderem neben unserer Regierungspräsidentin Sylvia Felder und unserem Landrat Toni Huber auch die Baden-Badener Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel aus Karlsruhe, und die Bürgermeister von Iffezheim und Rastatt. Auch unsere französischen Freunde waren durch PAMINA-Vorsitzenden Remi Bertrand und Geschäftsführer Patrice Harster vertreten.

Anlass des Brückengipfels war der Besuch meines Bundestagskollegen Andreas Jung. Er ist „Chef“ der CDU-MdBs aus Baden-Württemberg. Als Vorsitzender der deutsch-französischen Parlamentariergruppe kennt er sich mit grenzüberschreitenden Themen natürlich super aus.

Neben der Fahrradbrücke stand auch die Zukunft der Wintersdorfer Brücke auf der Agenda. Der Eurodistrict PAMINA will prüfen, ob und wo genau wieder Züge zwischen Rastatt und Hagenau fahren können. Bund und Land haben vor kurzem die Finanzierung der Studie geklärt.

Geschichtlicher Hintergrund: Die Strecke wurde als Teil der Verbindung Karlsruhe – Saarbrücken Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und in Betrieb genommen. Nach 1945 wurde die Linie noch einige Zeit militärisch genutzt und dann stillgelegt. Die Brücke Wintersdorf-Beinheim und die Schienen sind noch erhalten, wird aber nur für den Autoverkehr benutzt.

Eine Reaktivierung der Strecke wäre natürlich für den grenzüberschreitenden Personennahverkehr in Mittelbaden und im Elsass interessant. Die Havarie beim Rastatter Tunnel hat gezeigt, dass es im Fall der Fälle dringend Ausweichmöglichkeiten für die Rheintallinie braucht. Aber es stehen natürlich auch viele Fragen im Raum: von der genauen Trassenführung angefangen über die Auswirkungen auf die Anwohner bis hin zu den Kosten.

Mich interessiert Eure Meinung zu diesem Thema. Fahrradbrücke, Eisenbahnverbindung oder weiter wie bisher: Was ist Eure Meinung? Schreibt mir!



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