Kai Whittaker MdB | Der Zeitarbeit in der Pflege geht es gut.
Kai Whittaker (*10.04.1985 in Baden-Baden) ist Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Rastatt. Seit seiner ersten Legislaturperiode ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss Arbeit und Soziales. Die Themen, die den Ausschuss A&S beschäftigen, sind ganz nah am Leben der Menschen: Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit, soziale Sicherungssysteme und Rente, Inklusion und Teilhabe.
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Der Zeitarbeit in der Pflege geht es sehr gut

Wie können flexiblere Arbeitszeitenmodelle und verlässliche Dienstpläne dazu beitragen, den Pflegenotstand zu verringern und die Zufriedenheit bei Pflegekräfte zu steigern? Welche Anforderungen an ein modernes Personalmanagement leiten sich daraus ab? Und wie kann die Zeitarbeit in der Pflege dabei helfen, die hohe Qualität in Pflegeeinrichtungen und Kliniken nachhaltig sicherzustellen? Dies waren zentrale Fragestellungen bei meinem Besuch beim Baden-Badener Personaldienstleister Jobtour medical.

Das bundesweit tätige Unternehmen beschäftigt mehr als 150 Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal, die Kliniken und Pflegeeinrichtungen bei Unterbesetzung unterstützen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unbefristet fest angestellt, haben eine 35-Stunden-Woche und profitieren von einem hauseigenen Versorgungswerk, berichtete mir Gründerin und Geschäftsführerin Mirjam Rienth. Für ihre exzellenten Arbeitsbedingungen erhielt das Unternehmen bereits den Deutschen Arbeitsschutzpreis und wurde im Bereich Pflege als bester Arbeitgeber Deutschlands mit einer Mitarbeiterzufriedenheit von weit mehr als 90 Prozent ausgezeichnet. Dieses Know-how stellt Jobtour medical auch Kliniken zur Verfügung, um dabei zu helfen, einen eigenen Personalpool aufzubauen, um selbst flexibel und kurzfristig Vakanzen ausgleichen zu können.

„Der Anteil an Zeitarbeit in der Pflege liegt bundesweit bei unter zwei Prozent.“

Der Anteil an Zeitarbeit in der Pflege liegt bundesweit bei unter zwei Prozent. Und davon wiederum sind etwa zwei Drittel in klinikeigenen Servicegesellschaften als Zeitarbeiter angestellt erfuhr ich von Rienth, die ehrenamtlich auch im Vorstand des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister e.V. (BAP) tätig ist.

Diejenigen, die bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten, haben sich in der Regel ganz bewusst für dieses Modell entschieden, erläuterte mir Geschäftsführerin Rienth. Viele brauchen etwa aufgrund familiärer Verpflichtungen Verlässlichkeit bei den Diensten beziehungsweise ein individuelles Arbeitszeitenmodell, weil sie Kinder haben oder zusätzlich einen Familienangehörigen zuhause pflegen. Die Zeitarbeit bietet daher die einzige Möglichkeit, dass sie überhaupt in der Pflege arbeiten können. Die höhere Bezahlung bei Zeitarbeitsfirmen ist aus der Sicht von Jobtour medical nicht der Hauptgrund dafür, dass sich eine Pflegekraft für die Zeitarbeit entscheidet.

„Ein gutes Gehalt ist wichtig, aber auch meine Erfahrung zeigt, dass Pflegekräfte insbesondere auch auf gute Arbeitsbedingungen Wert legen.“

Ein gutes Gehalt ist wichtig, aber auch meine Erfahrung zeigt, dass Pflegekräfte insbesondere auch auf gute Arbeitsbedingungen Wert legen. Von meinen zahlreichen Besuchen in Pflegeheimen weiß ich: Zeitarbeitern in der Pflege geht es sehr gut, vor allem im Vergleich zu anderen Branchen. Während manche Stimmen in der SPD die Abschaffung der Zeitarbeit in der Pflege fordern, ist das für mich kein Thema. Bei Engpässen leistet die Zeitarbeit einen wichtigen Beitrag, um verlässliche Pflege zu ermöglichen. Ohne Zeitarbeit müssten etliche Pflegestationen zeitweise schließen.

2017 hat der Deutsche Bundestag für die Zeitarbeit das Prinzip „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ eingeführt. In der Pflegezeitarbeit darf jetzt kein ruinöser Lohnwettbewerb nach oben stattfinden. Dies würde zu neuen Problemen führen. Ich freue mich, dass Firmen aus meinem Wahlkreis wie Jobtour medical sich aktiv an Diskussionen beteiligen, wie Pflegezeitarbeit vernünftig reguliert und Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert werden können!



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