Kai Whittaker | Gemeindetag in Weisenbach: Ein Weihnachtsbaum in Berlin
19425
post-template-default,single,single-post,postid-19425,single-format-standard,cookies-not-set,qode-music-1.0.1,qode-news-1.0.2,qode-quick-links-1.0,qode-tours-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,, vertical_menu_transparency vertical_menu_transparency_on,qode-title-hidden,qode_grid_1300,footer_responsive_adv,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-16.6,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.1,vc_responsive

Gemeindetag in Weisenbach: Ein Weihnachtsbaum in Berlin

Heute setzte ich meine Tour der „Gemeindetage“ fort. Ich durfte den Tag in der kleinen, aber sehr feinen Gemeinde Weisenbach verbringen.

Zum Auftakt erkundigte ich mich bei Bürgermeister Toni Huber über die aktuelle Lage. Erfreulich: Die 58 in der Gemeinde wohnenden Flüchtlinge sind relativ gut integriert. Und auch der Breitbandausbau macht Fortschritte: Mit der geplanten Maßnahme des Landkreises werden die Schulen und Gewerbegebiete der Gemeinde an das schnelle Internet angeschlossen.

Eine ganz besondere Ankündigung konnten Bürgermeister Huber und ich bei einem anschließenden Pressegespräch verkünden. Weisenbach schickt einen Weihnachtsbaum nach Berlin!

Bei der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin wird zur Adventszeit jedes Jahr ein Weihnachtsbaum aus einem anderen Bundestagswahlkreis aufgestellt.

Nachdem ich mich bereits vor ein paar Jahren „beworben“ habe, wurde vor ein paar Monaten mein Wahlkreis Rastatt ausgesucht. Toni Huber sagte mir spontan, mitten in der Fastenzeit, einen passenden Weihnachtsbaum zu.

Das THW, federführend der Ortsverband Rastatt, wird sich um die Fällung und den Transport des Baumes nach Berlin kümmern. Ich bin der Gemeinde Weisenbach und dem THW sehr dankbar für dieses Engagement.

Welcher Baum nach Berlin kommt soll noch ein kleines Geheimnis bleiben. Aber so viel darf ich verraten: Der Baum wird an die 14 Meter hoch sein und kann deshalb auch nur mit einer Sondergenehmigung auf der Autobahn transportiert werden.

Weiter ging es zum gemeinsamen Mittagstisch im Gemeindehaus, wo mich die evangelische Pfarrerin Margarete Eger und der katholische Pfarrer Thomas Holler begrüßten. Jeden Dienstag kocht dort ein eifriges Team um Marlis Fritz für Seniorinnen und Senioren aus Weisenbach ein leckeres Mittagessen. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam isst sich’s besser! Ich finde diese Aktion des Bürgernetzwerkes Helfende Hände echt prima. Und ich freute mich, mit den über 70 anwesenden Bürgern auch persönliche Gespräche führen zu können. Am Nachmittag durfte ich in Begleitung von Steffen Miles, Vorsitzender der CDU Weisenbach, bei Haustürbesuchen im Ortsteil Au gleich weitere interessante Bürgergespräche zu buntgemischten Themen führen.

Anschließend stand ein politischer Ortspaziergang auf dem Programm. Gestartet haben wir beim Feuerwehrgerätehaus in Au, welches 2004 gebaut wurde. Kommandant Adrian Klaiber leitet die Weisenbacher Feuerwehr seit 2012. Die aktuell circa 40 Kameraden kommen im Jahr auf ungefähr 100-120 Einsätze. Darunter zählt auch die sogenannte „First-Responder-Gruppe“, welche seit 2007 für die medizinische Erstversorgung zuständig ist. Beeindruckend was hier passiert, damit den Bürgern in Weisenbach nichts passiert!

Im Latschigbad durfte ich Klaus Burkhardt kennenlernen, den 1. Vorsitzenden des Schwimmbadvereins. Das schöne Schwimmbad mit 50-Meter-Becken und Kinderrutsche ist ein wichtiger Treffpunkt für alle Generationen. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren rund eine Million Euro investiert, um die Wassertechnik komplett zu erneuern. Der Verein mit über 1.000 Mitgliedern leistet Beachtliches. Er kümmert sich um Badebetrieb, Pflege der Liegewiesen, und die Ausbildung und Bereitstellung von Rettungsschwimmern. An Spitzentagen kommen fast 700 Gäste ins Latschigbad!

Nach einer Besichtigung der neu sanierten Sporthalle ging es hoch zum „Haus am Sennel“ der Naturfreunde-Weisenbach. Von dort aus hat man echt einen wunderbaren Blick über Weisenbach. Mit viel ehrenamtlicher Eigenleistung wurde der Außenbereich dieses Jahr umgebaut und eine schöne neue Terrasse angelegt. Hierzu waren gewaltige Erd- und Steinbewegungen erforderlich, berichtete mir der 1. Vorsitzende Hans-Peter Schaible.

Im Naturfreundehaus fand der Gemeindetag mit einem bundespolitischen Abend auch einen gemütlichen Abschluss. Mit über 20 anwesenden Bürgerinnen und Bürger diskutierten wir eifrig über aktuelle bundespolitische Themen vom Asylstreit, über Außen- und Sicherheitspolitik bis hin zur künstlichen Intelligenz und Parteienfinanzierung.

Weisenbach hat mich einmal mehr beeindruckt. Das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde ist großartig. Hier werden die Ärmel hochgekrempelt und es wird kräftig angepackt! Ich würde mich riesig freuen, zur offiziellen Beleuchtung des Weihnachtsbaumes eine musikalische Delegation aus Weisenbach in Berlin begrüßen zu dürfen!



X