Kai Whittaker MdB | Inflation - Was kommt noch auf uns zu?
Kai Whittaker (*10.04.1985 in Baden-Baden) ist Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Rastatt. Seit seiner ersten Legislaturperiode ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss Arbeit und Soziales. Die Themen, die den Ausschuss A&S beschäftigen, sind ganz nah am Leben der Menschen: Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit, soziale Sicherungssysteme und Rente, Inklusion und Teilhabe.
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Inflation – Was kommt noch auf uns zu?

Mit dem Kreisverband Rastatt der Frauen-Union und dem CDU-Ortsverband Rastatt hatten sich gleich zwei Verbände zusammengeschlossen um eine Veranstaltung zum Thema Inflation zu veranstalten – ein Beleg, wie brisant das Thema aktuell für uns alle ist.

 

Thorsten Berger und ich waren uns einig, dass die massiven Verteuerungen spätestens ab kommendem Jahr für viele Menschen noch krasser spürbar werden. Dann, wenn die Nachzahlungen für Gas und Strom fällig und gleichzeitig die Abschlagszahlungen erhöht werden. Für eine normale Familie können das mehrere tausend Euro sein und auch die Abschlagszahlungen könnten entsprechend steigen. Berger betonte, dass bereits jetzt rund 47% aller Deutschen keine Rücklagen haben und auch keine Rücklagen bilden können. Diese Menschen spüren die Preissteigerungen bereits jetzt jeden Tag. Für Sie werde es im kommenden Jahr existenziell. Doris Oesterle, Vorsitzende der Frauen-Union Kreisverband Rastatt, die gekonnt die Moderation übernahm, fragte daher zurecht, was man dagegen unternehmen könne.

Thorsten Berger, Leiter Private Banking der Sparkasse Rastatt Gernsbach

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten viele Fragen

Ein Möglichkeit über die wir sprachen wäre, die Menschen bereits jetzt zu höheren Abschlagszahlungen zu verpflichten, durch diesen „Preisschock“ Einsparpotentiale zu schöpfen und für die gestiegenen Preise zu sensibilisieren. Dazu bräuchte es aber gleichzeitig die klare Botschaft des Kanzlers, dass es er um jede Kilowattstunde Strom kämpft. Aktuell kommt da leider nichts. Klar ist aber auch, dass ein Preisschock Menschen, die schon jetzt jeden Cent umdrehen, nicht hilft. Daher braucht es meiner Meinung nach das Gas-Geld, eine Unterstützungsleistung um die stark gestiegenen Kosten abzufedern. Zusätzlich muss die Regierung über eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Energie nachdenken. Diese belastet untere Einkommen überproportional – eine Senkung würden die Menschen direkt in ihren Geldbeuteln spüren.

v.l.n.r. Kai Whittaker, Doris Oesterle (Kreisvorsitzende der Frauen Union Rastatt), Thorsten Berger, Leiter Private Banking der Sparkasse Rastatt Gernsbach

Bevor wir über mögliche Maßnahmen gesprochen haben, war mir aber eine Sache nochmal wichtig: „Gas mag teuer werden, aber Freiheit ist unbezahlbar,“ hat Kaja Kallas, Ministerpräsidentin von Estland, unlängst nochmals öffentlich ihren Standpunkt klargestellt. Und Sie hat recht. So schwierig die derzeitigen Preissteigerungen sind, tragen das schwerste Los derzeit die Ukrainerinnen und Ukrainer. Sie verteidigen Ihr Land gegen einen Angriffskrieg. Sie haben unsere volle Unterstützung verdient.

 

Und es ist ja nicht nur der Krieg, der uns derzeit zu schaffen macht. Auch Corona-bedingte Ausfälle in den Lieferketten stellen uns vor Probleme. Berger stellte daher auch korrekt fest, dass bislang Lohn-Preis Spiralen inflationär gewirkt haben. Dieses mal könne es eine Preis-Lohn-Spirale geben, die die Inflation anheizt. Ihm reagiert die Europäische Zentralbank daher zu zögerlich. die Zinserhöhungen wirken erst ein halbes Jahr später. Dann könnte durch die gestiegenen Preise die Nachfrage so stark gesunken sein, dass der Zins-Dämpfer der EZB in eine Rezession führt.

 

Deshalb müssen auch dringend nicht-finanzielle Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Noch immer verhindert unsinnige Bürokratie und langwierige Planungsverfahren den oftmals schnellen Wechsel von Energieträgern. Davon ist auch Jürgen Wahl überzeugt, der als Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Rastatt Hausherr war und den Punkt in seinem anschließenden Schlussworten aufgriff.