Zu Besuch bei der jüdischen Gemeinde Baden-Baden
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Zu Besuch bei der jüdischen Gemeinde Baden-Baden

Es ist unerträglich, dass wir knapp 75 Jahre nach dem Ende der Shoa wieder darüber reden müssen, ob sich Juden in Deutschland sicher fühlen können! Ich sprach mit Rabbi Daniel Naftoli Surovtsev und Rami Suliman, Vorsitzender des Oberrates der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, dem Dachverband der zehn jüdischen Gemeinden im Landesteil Baden deshalb auch über das Sicherheitsgefühl der jüdischen Gemeinde in Baden-Baden. Irina Grinsberg, Büroleiterin der jüdischen Kultusgemeinde, würdigte die „sehr gute“ Kooperation mit der hiesigen Polizei.

Suliman berichtet über die Sofortmaßnahmen der grün-schwarzen Landesregierung Baden-Württemberg, die nach Halle eine Million Euro für Sofortmaßnahmen zum Schutz jüdischer Einrichtungen zur Verfügung gestellt hat. Im Moment finden Gespräche mit den Landtagsfraktionen statt, um auch für die kommenden Jahre das entsprechende Budget zu erhöhen, so Suliman. In Baden-Baden finden Abstimmungen mit dem Vermieter, der Bäder- und Kurverwaltung, für den Einbau schusshemmender Fenster in der Synagoge in der Werderstraße statt.

Im Bundeshaushalt 2020 haben wir 13,1 Millionen Euro für das jüdische Leben eingestellt. Davon stehen 7,1 Millionen Euro für drei Bauprojekte jüdischer Gemeinden zur Verfügung. 5 Millionen Euro fließen dem Verein „321-2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ zu. Für das Jubiläumsjahr 2021 sind deutschlandweit zahlreiche Veranstaltungen geplant, um die Bedeutung der jüdischen Kultur und Geschichte für Deutschland und Europa wachzuhalten.
Anemone Bippes machte im Gespräch deutlich, dass gegen Antisemitismus sehr wohl ein Kraut gewachsen sei – der Dialog und die Auseinandersetzung. Sie wünscht sich sehr, dass wir das Festjahr 2021 auch in Baden-Baden sichtbar werden lassen, auch der CDU Stadtbezirksverband ist bereit, einen Beitrag für dieses Jubiläum zu leisten.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Sicherheitsmaßnahmen schnell umgesetzt werden und die jüdischen Gemeinden 2021 ein schönes und würdiges Jubiläum in Deutschland feiern können – zusammen mit uns allen in der Mitte der Gesellschaft!



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